15 Merkmale des Ayurveda kurz erklärt

Ayurveda fünf Elemente

@ Veda Experience – Lina Prykhodko

 

1. Das Wissen vom langen Leben

Die Wurzel des Ayurveda liegen in Indien. Das Wissen vom langen Leben – AYURVEDA – ist fast 3500 Tausend Jahre alt, aber nach wie vor zeitlos und universell.

2. Makrokosmos im Mikrokosmos

Ayurveda betrachtet den Menschen als komplettes Abbild des Universums. Die Natur spiegelt sich im Menschen wieder: Makrokosmos im Mikrokosmos.

3. Fünf Elemente

Die Anatomie des Menschen erklärt Ayurveda anhand der fünf Elemente: Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Den Raum findet man in den Hohlräumen, wie Lunge und Magen wieder. Die Luft in Atembewegung. Das Feuer macht unseren Stoffwechsel aus. Das Wasser zeigt sich in den Körperflüssigkeiten. Und die Erde dient als Bausubstanz für die Knochen und Muskeln.

4. Doshas

Die Physiologie des Menschen wird anhand der drei Doshas, Vata, Pitta und Kapha erklärt. Diese drei Bioenergien setzen sich aus den fünf Elementen zusammen.

5. Vata Dosha

Vata setzt sich zusammen aus Raum und Luft und steht mit den Eigenschaften kalt, leicht, beweglich, trocken, subtil, klar und rau für die Bewegungsabläufe und das Nervensystem im Körper. In der Natur erlebt man Vata als kaltes und trockenes Winterwetter.

6. Pitta Dosha

Pitta setzt sich zusammen aus Feuer und etwas Wasser und bietet den Rahmen für den Stoffwechsel.  Die Eigenschaften heiß, fließend, etwas feucht-fettig, scharf, sauer, penetrierend machen Pitta aus. In der Natur erlebt man Pitta an einem sonnigen Sommertag.

7. Kapha Dosha

Kapha gibt uns mit den Elementen Wasser und Erde den nötigen Zusammenhalt. Kalt, schwer, träge, weich, ölig, süß, schleimig sind die Eigenschaften von Kapha. Das kalte und nasse Wetter im Frühling stellt Kapha in der Natur am besten dar.

8. Agni und Ama

Der Stoffwechsel im Ayurveda wird mit Hilfe von Agni und Ama erklärt. Stärkung des Agni steht im Mittelpunkt der Ayurveda-Ernährung. Brennt das innere Feuer zu schwach wird die Nahrung (die ebenfalls aus fünf Elementen besteht) nicht ausreichend verdaut. Und so entsteht Ama, das „Ungekochte“. Zu viel Ama macht sich im Körper anfänglich durch Verdauungsstörungen, Schweregefühl oder ständige Müdigkeit bemerkbar, später können ernsthafte Krankheiten hervorgehen.

9. Geschmacksrichtungen

Die Nahrungsmittel im Allgemeinen werden nicht über Vitamingehalt oder Mineralstoffe beschrieben, sondern über ihren Geschmack und die Wirkung auf die Verdauung und die Doshas. Im Ayurveda werden sechs Geschmacksrichtungen beschrieben: süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb. Eine ausgewogene Mahlzeit besteht aus sechs Geschmacksrichtungen.

10. Lebensmitteln als Heilmitteln

Gewürze, Pflanzen und andere Lebensmittel werden im Ayurveda als Heilmittel eingesetzt. Richtig ausgewählt stärken sie das Agni, so hat die „ungekochte“ Ama keine Chance.

11. Nahrungsmittelkombinationen

Ungünstige Nahrungsmittelkombinationen können manchmal „Ungekocht“ im Körper verbleiben. Dazu zählen vor allem Milcherzeugnisse in Kombination mit Fleisch, Fisch, Bananen oder Salat.

12. In Ruhe mit Genuss

In Ruhe, in Maßen und mit Genuss. Auch hochwertige Lebensmittel, wenn sie in Eile, nebenbei oder in großen Mengen verzehrt werden, verlieren ihre gesunde Wirkung und bieten Nährboden für Ama.

13. Regelmäßig

Regelmäßig zur selben Tageszeit eingenommene Nahrung stärkt das innere Feuer. Zur Mittagszeit ist es am stärksten und deswegen wird jetzt die Hauptmahlzeit des Tages eingenommen.

14. Frisch und warm

Frische selbstgekochte und warme Mahlzeit nimmt dem Agni die Arbeit ab. So steht uns nach solcher Mahlzeit mehr Energie für andere Tätigkeiten zur Verfügung.

15. Regional und saisonal

Auf regionale und saisonale Lebensmittel, vorwiegend pflanzlicher Herkunft, ist unser Körper am besten angepaßt und kann sie somit besser verarbeiten.

Fazit

Im Ayurveda geht es nicht darum ab jetzt alles „richtig“ zu machen und uns für „falsch“ zu verurteilen. Es geht darum unseren persönlichen Weg zu finden und mit sich selbst und mit der Natur achtsam umzugehen. Denn die Natur spiegelt sich im Menschen wieder.