abhyanga – ayurvedische Selbstmassage

abhyanga - ayurvedische Selbstmassage

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Herbst und Winter ist vata-Zeit

vata ist einer der drei Bioenergien (vata, pitta, kapha), die sowohl in der Natur als auch in unserem Körper vorhanden sind. Im Herbst, als Übergangszeit zum Winter kommt vata stark zum Vorschein. Diese Zeit ist auch entsprechend durch die vata Eigenschaften geprägt – kalt, rau, windig.

vata im Körper kann sich in Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Blähungen, trockener Haut, Verstopfung, Schlafstörungen bemerkbar machen. Um vata im Körper zu beruhigen ist eine Ayurvedische Selbstmassage – abhyanga – eine echte Wohltat.

abhyanga ist auch als große Ayurvedische Einölung bekannt. Für abhyanga benutzt man erwärmte medizinierte Öle so wie dhanwantaram tailam oder narayana tailam auf Basis von Sesamöl. Für das Gesicht und Kopfbereich nimmt man jedoch Rosenöl. Medizinierte Öle haben die Gegeneingeschaften von vata: warm, ölig, nährend, aufbauend. Deswegen wird es nicht den Menschen mit kapha Konstitution oder Störung und bei ama-Schlacken-Belastung empfohlen.

Bei einer Ayurveda Beratung können Sie erfahren zu welchem dosha-Typ – vata, pitta oder kapha – Sie gehören oder eventuell bereits die ama-Schlaken haben, die Ihre Wohlbefinden aus dem Gleichgewicht bringen.

abhyanga ist ein Bestandteil der dinacarya – Empfehlungen zur täglichen Lebensgestaltung. Es ist empfehlenswert die abhyanga in die tägliche morgendliche oder abendliche Routine, die ca. 20 Minuten dauert, einzubauen. Mindestens 2-3 Mal in der Woche.

„Die abhyanga (Ölmassage und Bad) sollte täglich ausgeführt werden. Sie vertreibt Alter, Anspannung und Ansammlungen von vata. Sie schenkt gute Sehfähigkeit, Ernährung für den Körper, langes Leben, guten Schlaf, gute und gesunde Haut. Sie sollte besonders ausgeführt werden am Kopf, den Ohren und Füßen. Sie sollte vermieden werden von Personen die an Ansammlungen von kapha leiden, oder die gerade einer Reinigungstherapie unterzogen werden (wie Brechmittel oder Abführmittel) oder die an Verdauungsstörung leiden.“ (astanga hrdayam – Ayurveda Kompendium aus dem 6. Jahrhundert)

Anleitung der abhyanga

  • Wärme: Das Öl im Wasserbad auf etwa 40 Grad erwärmen. Für den Kopf – Rosenöl für den Körper – dhanwantaram oder narayana tailam. Das Zimmer sollte ebenfalls warm sein.
  • Technik ist ganz einfach, das Öl wird mit sanften streichenden Bewegungen auf den Körper aufgetragen.
  • Kopfhaut, Ohren und Gesicht: Mit Fingerspitzen das Öl  auf die Kopfhaut und Ohren mit kreisenden Bewegungen auftragen. Dabei wird die vegetative Entspannung erreicht. Streichen Sie auch das Öl ganz zart über Ihr Gesicht.
  • Arme und Hände: Fangen Sie als erstes mit den Armen und Händen an. Behandeln Sie jeden Arm einzeln von oben nach unten mit großzügigen Streichbewegungen.
  • Brust und Bauch: Das Öl wird hier mit kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn aufgetragen.
  • Rücken und Gesäß: die Lendenwirbelsäule wird mit Längsstichen und der Gesäß mit kleinen Kreisen behandelt.
  • Beine: So wie die Arme werden auch die Beine mit großzügigen Streichbewegungen eingeölt. Den Gelenken – Hüftgelenken, Knien und Fußgelenken – schenkt man die meiste Aufmerksamkeit und tragen Sie das Öl mit kreisenden Bewegungen auf.
  • Füsse: Verwöhnen Sie Ihre Füsse, schenken Sie auch jedem Zehe viel Aufmerksamkeit.
  • Bad: Lassen Sie das Öl 10-20 Minuten auf dem Körper und anschließend können Sie duschen. Bei der am Abend durchgeführten abhynga kann man das Öl auch über Nacht am Körper lassen.

Kontraindikationen für abhyanga:

  • Unmittelbar vor oder nach dem Essen
  • Während der Regel
  • Nicht bei Erkältung
  • Nicht zu oft nach dem Sonnenuntergang, es führt auf Dauer zur Trägheit.

Bezugsquellen für die medizinierte Öle:

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